Montag, 5. März 2018

Gesponserter Artikel: Vorstellung und Test vom Arbortech Turbo Shaft


Von den Frässcheiben von Arbortech sind wir bekanntlich sehr angetan. Daher stand schon seit langem ein Test des Arbortech Turbo Shafts an. Freundlicherweise stellte uns der Arbortech-Shop einen Aufsatz kostenfrei für unseren Werkzeugtest zur Verfügung. So können wir dir den Fräser genauer vorstellen und die Vor- und Nachteile genau aufführen.


Benötigtes Werkzeug für den Turbo Shaft


Arbortech Turbo Shaft
Für den Turbo Shaft brauchst du einen Winkelschleifer
Wie für fast alle Frässcheiben von Arbortech benötigst du für den Turbo Shaft auch einen leistungsstarken Winkelschleifer.

Wir haben in unserer Werkstatt einen 1300 Watt Bosch Schleifer, der gut mit den Aufsätzen zu recht kommt und genügend Leistungsreserven übrig hat.

Natürlich reicht am Anfang auch ein 600 Watt Schleifer vollkommen aus. Nur wenn du öfters mit dem Winkelschleifer fräsen möchtest, sollte die Überlegungen schon in Richtung eines Profigerätes gehen. Denn die Fräsaufsätze gehen auf die Zahnräder der Winkelschleifer. Profi-Werkzeuge stecken das bekanntlich leichter weg.

Unboxing des Arbortech Turbo Shafts


Arbortech
Der Turbo Shaft wird mit passendem Zubehör geliefert
Der Turbo Shaft kommt in einer unauffälligen Verpackung. Trotzdem ist er sicher gepolstert und verpackt.

Im Inneren befinden sich der Frässtift, zwei Schraubschlüssel. ein Stellring und eine knappe Anleitung mit den allgemeinen Sicherheitsbestimmungen.

Die Einzelteile machen einen hochwertigen und stabilen Eindruck. Und auf dem Frässtift sind die wechselbaren HM-Schneiden bereits montiert.

Bei Bedarf lassen sich diese aber auch Nachschärfen oder durch einen neuen Satz ersetzen. Zum Wechseln benötigst du den Torxschlüssel mit Plastikgriff, der im Lieferumfang enthalten ist.  Die HM-Schneiden sind übrigens die gleichen, wie beim Mini Turbo Kit.

Test: Vor- und Nachteile des Fräswerkzeugs im Überblick


Auf dem ersten Blick ist die Qualität des Werkzeuges sehr gut. Aber was anderes haben wir von Arbortech auch nicht erwartet. Und bei einem Werkzeug das etwas mehr als 100 € kostet, darf man das auch erwarten. Aber kommen wir nun zum eigentlichen Test des Arbortech Turbo Shafts.


Montage und Einstellung am Winkelschleifer ist selbsterklärend


Der Turbo Shaft wird direkt auf die Antriebsspindel des Winkelschleifers geschraubt. Diese sind für Europa mit M14 genormt. 

Unterlegscheibe und Festspannmutter des Winkelschleifers werden nicht auf die Spindel montiert. Die Schutzhaube kannst du dran lassen. Wir entfernen sie aber, da sie keinen großen Sinn hat bei diesem Werkzeug und nur die Sicht verdeckt.

Arbortech sagt zwar,  dass ein anziehen mit der Hand ausreicht, aber wir gehen auf Nummer sicher und ziehen das Werkzeug mit einem Schraubenschlüssel ordentlich an.

Das war es auch schon. Dein Fräser ist nun einsatzbereit, wenn du auf den Tiefenanschlag verzichten kannst. Willst du den Anschlag nutzen, musst du vor der Montage am Winkelschleifer den Stellring von der Seite der Bohrung aufschieben. Ein Aufschieben des Ringes auf einen bereits montierten Schaftes klappt nicht.

Danach den Frässtift einfach auf dem Winkelschleifer schrauben. Mittels einer Inbusschraube am Stellring lässt sich der Höhenanschlag am Schaft in der gewünschten Tiefe fixieren. Dafür sind zwei ebene Klemmflächen an dem Werkzeug-Schaft angebracht.

Arbeiten mit dem Arbortech Fräsaufsatz


Kommen wir nun zum Hauptteil unseres Werkzeugtests - das Arbeiten mit dem Turbo Shaft. Wir stellen verschiedene Möglichkeiten vor, wie sich der Aufsatz nutzen lässt.

Freihändiges Arbeiten mit dem Turbo Shaft


Das freihändige Fräsen erfordert etwas Übung
Als erstes testen wir, wie es sich mit dem Turbo Shaft freihändig fräsen lässt. Den Tiefenanschlag haben wir montiert, um zu sehen wie gleichmäßig die Tiefe eingehalten wird.

Wir stellten schnell fest, dass der Turbo Shaft nur fräst, wenn er in Bewegung ist. Du kannst ihn nicht benutzen, wie einen Bohrer. Am besten lässt sich Holz entfernen, wenn du ihn über das Holz schiebst, wie bei einer Oberfräse oder ihn mit kreisförmigen Bewegungen in die Tiefe arbeiten lässt.

Das erfordert etwas Übung, denn gerade wenn du den Fräser aufsetzt, passiert es, dass er etwas ausbrechen will. Deshalb solltest du den Winkelschleifer möglichst immer mit zwei Händen halten.

Außergewöhnliche Formen sind mit dem Turbo Shaft möglich
Wenn du mal ein paar Millimeter tief im Holz bist, dann bietet der Rand eine gute Führung und du kannst problemlos in die Tiefe fräsen.

Willst du aber eine Fläche ausfräsen, dann musst du darauf achten, dass sich der Fräser nur seitlich verschieben lässt bis zu einer Tiefe der Schneidenhöhe von circa 5 mm.

Dadurch ist es etwas schwierig größere Flächen mit dem Turbo Shaft zu fräsen. Gleiches gilt für den Tiefenanschlag bei großen Flächen. Du musst ständig darauf achten, dass du eine Bezugskante hast, wo der Stellring aufliegen kann. Deshalb musst du bei großen Flächen von Innen nach Außen Arbeiten.

Unser Fazit: Mit dem Turbo Shaft lässt sich gut senkrecht in die Tiefe arbeiten, um größere Flächen auszuhölen empfehlen wir andere Fräsaufsätze 


Fräsen mit Führung und Schablone klappt mit dem Turbo Shaft super 


Frässchablone
Fräsen einer Versenkung mittels Schablone
Die große Stärke des Turbo Shafts liegt unserer Meinung nicht im Freihand-Fräsen. Wo uns der Turbo Shaft am Besten gefallen hat, war das Fräsen mittels Schablonen.

Dafür kannst du entweder in eine dünne Holzplatte ein Loch mit Forstnerbohrer oder Lochsäge direkt bohren. Genauso gut gehen aber auch andere Formen, die du mit der Dekupiersäge aussägen kannst.

Die Formen werden mit einer Schraubzwinge auf das Holz geklemmt. Danach kannst du die Form mit dem Turbo Shaft abfahren. So kannst du die Formen direkt ins Holz übertragen.
Turbo Shaft Arbortech
Einen Kreis fräsen mit dem Turbo Shaft

Dabei werden die Kanten wirklich nahezu exakt, wie sie von der Schablone vorgegeben ist. Zwar nicht so genau, wie mit der Oberfräse, dafür aber auch schneller.

Eine weitere praktische Anwendung ist das Fräsen von Kreisbahnen. Dafür bohrst du ein Loch in ein Brettchen, in das der Turbo Shaft genau reinpasst.

Dieses Brett befestigst du mit einem Nagel oder Schraube auf deinem Holz. Dann kannst du wie mit einem Zirkel schöne Kreisbahnen fräsen. Und das geht natürlich auch mit der vollen Länge des Schaftes. Also du kannst Kreisbahnen fräsen, die in etwa 75 mm tief
sein können.

Du kannst mit dem Turbo Shaft auch Schriften fräsen. Jedoch erfordert es freihändig einiges an Übung, um den Fräser auf Kurs zu halten. Aber mit extra angefertigten Schablonen klappt es bestimmt sehr gut.

Das sollte auch der Haupteinsatzbereich des Turbo Shafts sein. Das Fräsen von senkrechten Kanten oder das Fräsen mit Schablonen.


Das Nachschärfen der HM-Schneiden ist ein Kinderspiel


Zum Nachschärfen werden die HM-Schneiden ausgebaut
Wie schon gewohnt vom Mini Turbo, ist das Nachschärfen der HM-Schneiden kinderleicht.

Mit dem beiliegenden Torx-Schlüssel müssen lediglich die zwei Schrauben, mit denen die Schneiden befestigt sind, gelöst werden.

Danach kannst du sie auf einem feinem Schleifpapier oder Wasserstein abziehen. Danach sind die Schneiden wieder wie neu.

Alle paar Schleifgänge muss nur der Durchmesser des Frässchaftes verringert werden. Aber auch das ist einfach. Spanne dazu den Turbo Shaft ohne Schneiden in den Winkelschleifer ein. Schalte dann den Schleifer ein und halte vorne an die Spitze des Schaftes ein Schleifpapier hin. So verringert sich der Durchmesser minimal und die Schneiden können wieder frei im Holz arbeiten.

Fazit zum Test des Arbortech Turbo Shaft


Acrylglas lässt sich auch ohne Ausbrüche fräsen
Möchtest du in erster Linie Schalen fertigen, dann sind die Arbortech Turboplane oder der Mini Turbo besser geeignet. Aber das ist auch Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Die Stärken des Turbo Shafts liegen eindeutig im Fräsen senkrechter Kanten. Das funktioniert ansonsten mit keinem anderem Aufsatz so gut.

Weiterer Vorteil ist, dass du den Turbo Shaft mit Schablonen sehr vielseitig einsetzen kannst. Und da werden wir mit Sicherheit noch weiter forschen, was in diesem Bereich noch alles möglich ist.

Auch für Carving-Schnitzer könnte der Frässtift durchaus brauchbar sein. Wir können uns gut vorstellen, dass der Turbo Shaft bei Detailarbeiten nützlich sein kann.

Ausführliche Beratung gibt es im Arbortech-Shop.de


Hast du eine bestimmte Frage oder Anregungen zum Test oder unserer Arbeit, dann kannst du wie immer den Artikel einfach kommentieren oder uns über Facebook eine Nachricht schreiben.

Hast du Fragen zu Arbortech allgemein oder zu einem bestimmten Produkt, dann kontaktiere direkt den Arbortech-Shop. Die Leute arbeiten sehr eng mit dem Hersteller zusammen. Sie können dir sagen, welcher Aufsatz für deine Arbeit am Besten geeignet ist......

Für uns steht fest, wir wollen alle haben, da die Qualität und die Einsatzbereiche der Arbortech Werkzeuge unseres Erachtens schwer zu schlagen sind.